Kostenübernahme bei Pflegebetten: Wer bezahlt das Pflegebett?

Beim Thema Pflegebett wird wohl kaum eine Frage so oft gestellt wie die nach der Kostenübernahme. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, ein Pflegebett zu beantragen:

  • Krankenkasse: Für ein Krankenbett von der Krankenkasse bedarf es einer Verordnung des Arztes, der die Notwendigkeit eines Krankenbettes feststellt. Hierfür ist keine Pflegestufe erforderlich. Lehnt die Krankenkasse Ihren Antrag ab, ist die Vergabe einer Pflegestufe allerdings unumgänglich, denn diese ist eine Grundvoraussetzung, um bei der Pflegekasse einen Antrag auf ein Pflegebett zu stellen. 
  • Pflegekasse: Für eine Zuordnung in eine Pflegestufe ist der Medizinische Dienst der Krankenkasse, kurz MDK, verantwortlich. Dieser bestimmt schlussendlich, ob Ihnen ein Pflegebett zuerkannt wird.

In vielen Fällen wird der erste Antrag abgelehnt: Hier heißt es hartnäckig bleiben und Einspruch einreichen!

Pflegebett kaufen vs. Pflegebett mieten

Pflegebetten, die Sie von der Pflegekasse erhalten, sind in der Regel nur „geliehen“. Das muss allerdings kein Nachteil sein: Wird das Bett nicht mehr gebraucht, geht es zurück an die Pflegekasse und Sie müssen sich nicht weiter darum kümmern. Der größte Vorteil besteht allerdings darin, dass die Leihe eines Pflegebetts äußerst kostengünstig ausfällt: In der Regel ist nur eine Zuzahlung von maximal 10 Euro zu entrichten.

Wird das Bett weder von der Kranken- noch von der Pflegekasse übernommen bleibt immer noch die Möglichkeit ein Pflegebett käuflich zu erwerben. Das ist zwar mit erhöhten Kosten verbunden, bietet dafür aber den Vorteil, dass Sie keinerlei Einschränkungen hinsichtlich der Ausstattung hinnehmen müssen.

Ganz egal ob Sie ein Pflegebett kaufen oder leihen: Es stellt eine ungemeine Erleichterung des Alltags dar – sowohl für die pflegebedürftige Person, als auch für den Pfleger.